Rezensionen

Super Buch für die Praxis, 08.01.2016, B. Röpke-Stieghorst

Ich habe nach Literatur zu Retrospektiven gesucht und u.a. dieses Buch hier bei amazon ausgewählt. Ich muss sagen: das war die passende Wahl!! Rolf Drähter als Autor und Mann der Praxis hat hier kluge Dramaturgie mit praktikablen Konzepten, angemessener Sprache zusammen gestellt, sodass m.E. sowohl Beginners als auch Fortgeschrittene in Sachen Gruppenbegleitung und Facilitation von Retrospektiven großen Gewinn haben werden. Zudem ist er bekennender Happyzentriker, welches ich mit einem zugewandten Lachen in Bauch, Herz und Hirn positiv registriere. ;-)

Ich selbst kenne mich mit Gesprächsführung, Coaching und Facilitation aus und wollte Licht ins Dunkel der Praxis von Retrospektiven gewinnen. Das habe ich, denn das WIE dieser Rückschauen setzt sich zusammen aus bewährten Konzepten zeitgemäßer Gesprächsführung, (kollegialer) Supervision, Coaching, Prozessvisualisierung und Facilitation. Toll, nun weiß ich deutlich auch auf bewusster Ebene, wie ich meine Art, mit Teams konstruktiv auf geleistete Arbeit zu schauen, ebenfalls titulieren kann. Danke dafür!
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Rezension: Retrospektiven kurz & gut, 20.11.2015, Lars Messmer

Retrospektiven sind dazu da, ein System kontinuierlich den sich ändernden Gegebenheiten anzupassen. Der Blick zurück ist wichtig, nur dadurch kann man die Zukunft besser gestalten. Listen – learn – inspect – adapt!

Das Buch hat ein handliches Format, ist knackig und fast schon spannend geschrieben. Es ermutigt schon nach dem ersten Kapitel anzufangen und erste Erfahrungen zu sammeln. Geht dann aber in den restlichen Kapiteln relativ detailliert, aber dennoch kurz gehalten auf die 5 Phasen der Retrospektive –  Vorbereitung, Werte, Regeln, Praktiken und Fragetechniken – ein und behandelt auch das Facilitieren.

Die Rezepte für die verschiedenen Retrospektive-Techniken finde ich eine gute Hilfe, welche schon einen guten Vorschlag für eigene Arbeitsdokumente liefert.

Nachdem ich das Buch gelesen habe, werde ich wieder öfter Retrospektiven abhalten. Und dank der vielen Tipps werde ich versuchen, die Retros auch spannender und spielerischer zu gestalten, denn Retrospektiven bringen nicht nur ein produktiveres Team, sondern auch zufriedenere Teammitglieder und Projektverantwortliche.
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Kurz umdrehen, gucken, lernen – und weiter! 28. Juni 2015, Maria

Was heißt eigentlich „Retrospektive“? Rückschau, erweitert um einen in die Zukunft gerichteten Impuls.

Und in der Softwareentwicklung? In Projekten? Die Retrospektive kann Projektteams in der kontinuierlichen Anpassung ihrer Arbeit und beim Verbessern ihres Vorgehens unterstützen. Kern der Retrospektive ist hier, Erfahrungen früh und immer wieder zu reflektieren, um daraus konkrete Verbesserungsmaßnahmen für die nächste Phase abzuleiten. Agile Vorgehensmodelle kommen ohne Retrospektive nicht aus. Auch im klassischen Kontext können sie laufenden Projekten nützen – statt wie üblich erst am Ende auf Lessons Learned zu gucken.

Im Fokus des Buchs stehen Planung und Durchführung eigener Retrospektiven. Es beginnt mit einem beispielhaften Ablauf, gibt dann tiefere Einblicke in die Phasen, um dann ausgiebig die Vorbereitung zu beschreiben. Recht viele Seiten, und doch gut zu lesen. Mit weiteren Rezepten schließt das Buch ab. Die Rezepte haben eigens Spickzettel für alle, die sowas selbst durchführen, und das sehr mundgerecht.

Das Kapitel zum Facilitieren liefert wertvolle Tipps. Damit kann man selbst Hochleistungsteams noch zu Verbesserungen verhelfen. Und der kurze Exkurs zu „Theorie X und Theorie Y“ ist sehr gelungen. Außerdem gibt es nicht nur Handwerkszeug wie Timeboxing oder Materialempfehlungen, sondern auch psychologische Hinweise – z. B. warum es ratsam ist, dass man jede bzw. jeden aus der Gruppe möglichst früh etwas sagen lässt.

Mein Lieblingskapitel ist das zu Praktiken. Sehr gut erläutert, anschauliche Beispiele, hier spricht die Erfahrung. Die Tipps sind für Neulinge geeignet, bieten aber auch neue Herangehensweisen für Moderationsprofis. Der Autor empfiehlt, wie man Techniker an das Einbeziehen emotionaler Aspekte heranführt (Technikerinnen sind ja meist eh schon offener). Nicht nur gaaaanz vorsichtig, sondern so, dass die Akzeptanz dafür sich nach und nach aufbauen kann.

Was ist nicht so gut? Manchmal ist das Wording sperrig, z. B. wenn die Wurzel des Problems als „Schlamassel“ als unten im Teichschlamm sitzend dargestellt ist, darüber die Stengel, an der Wasseroberfläche die Seerosenblätter. Gute Metapher für Symptom und Ursache, aber sicher nicht jedes Gegenüber fühlt sich mit so einer Wortwahl ernst genommen. Etwas genervt war ich bei den Wiederholungen der beiden zentralen Regeln. Die Regeln sind gut, keine Frage (kurz: einerseits Diskretion über Workshopgespräche und andererseits die Annahme, dass alle ihr Bestes geben). Doch mehr als dreimal den gesamten Wortlaut niederschreiben, ist einfach nicht notwendig. Immerhin: Praktisch ist das für alle, die das Buch als Nachschlagewerk benutzen. Nun ja, ein Verweis hätte es auch getan. Vor allem, weil es, wie gesagt, eh schon viel Text gibt.

Fazit: Umfassend und praktikabel

Themen

  • Definition
  • Ziel und Zweck
  • Kontinuierliche Verbesserung
  • Schnelleinstieg Keep-Drop-Try-Retrospektive
  • 5 Phasen der Retrospektive
  • Was macht ein Facilitator
  • Werte und Haltung
  • Lösungsorientierung
  • Methoden
  • Facilitieren
  • Fearless Journey
  • Perfection Game
  • Fragetechniken
  • Grundvoraussetzungen
  • Materialempfehlungen, z. B. besondere Haftzettel

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Ohne großen Schnickschnack das Wesentliche, 6. Mai 2015, Windows.Developer

Die Bücher von O’Reillys „kurz & gut“-Serie kommen vornehmlich in zwei unterschiedlichen Ausprägungen daher: zum einen als kompakte Einführung in ein bestimmtes Thema, zum anderen als praktisches Referenzhandbuch für Hosentasche oder Schreibtisch.
Das vorliegende Buch gehört zur ersten Rubrik. Und nach einer kurzen Einleitung über Sinn und Zweck des Buchs, empfohlener Arbeitsweise und was sonst noch so üblich ist, geht es dann auch recht knackig los. Zunächst werden die zwei Grundregeln, die stark verkürzt „das Gesagte bleibt im Raum“ und „wir gehen davon aus, dass jeder stets gemäß seinem Können gehandelt hat“ sowie ihre Bedeutung für die Retrospektive erläutert. Anschließend wird ein Rezept zur Durchführung einer Retrospektive vorgestellt. Unter einem Rezept versteht der Autor die erforderlichen Materialien (z. B. Raum mit Flipchart, Klebezetteln, Materialien für Teilnehmer), die Agenda, Hinweise zur Durchführung und zu guter Letzt noch einmal eine Zusammenfassung als Spickzettel, kurz gesagt: Zutaten und Anleitung wie bei einem Kochrezept.
Erst deutlich weiter hinten im Buch schreibt Rolf Dräther einige Zeilen über den Sinn solcher Rezepte, um im vorletzten Kapitel zwei weitere vorzustellen. Zwischen diesen Rezeptkapiteln erläutert der Autor Grundlagen und Details von Retrospektiven. Dabei geht er auch auf die Frage „Was ist eine Retrospektive, und wozu dient sie?“ ein. Darüber hinaus erläutert er die grundlegende Struktur, die sich in fünf Phasen aufteilt und die er wohl in Anlehnung an Marc Löffler (dpunkt.verlag) „ den Boden bereiten“, „Daten sammeln“, „Einsichten gewinnen“, „nächste Hypothesen und Experimente definieren“ sowie „Abschluss“ nennt.
Das folgende Kapitel widmet sich ganz der Vorbereitung einer Retrospektive und geht auf Themen wie Motivation, Kontext, Thema, Teilnehmer und mehr ein. Darauf folgt das Kapitel „Facilitieren“, indem Dräther die Rolle des Moderators erläutert. Beim Leser kann sich der Eindruck einstellen, dass eine Retrospektive von einem externen Moderator durchzuführen sei. Wie verhält sich dies aber beispielsweise zu Scrum, wo eine regelmäßige Retrospektive in jeder Interaktion vorgesehen ist? Die Rolle eines Facilitators ist dort nicht vorgesehen. Bald jedoch erhält der Leser auch hierzu eine Antwort: Die Retrospektive kann durch das Team selbst durchgeführt werden. Jedoch hält der Autor es für vorteilhaft, einen teamexternen Moderator einzusetzen – dies könne auch jemand aus einer anderen Abteilung sein.
Insgesamt erhält der Leser so ein Buch, das kompakt in das Thema einführt. Es bietet sicherlich nicht so viele Rezepte und Methodenbausteine wie ausführlichere Werke, dafür liegt sein Charme darin, dem Leser ohne großen Schnickschnack das Wesentliche zu bieten.
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Viel Tiefe trotz Kürze, 19. März 2015, Suselinde

Als ich hörte, dass Rolf Dräther an diesem Buch schrieb dachte ich zuerst: “Noch ein deutsches Retrospektiven-Buch?“. Ich habe mich beim Lesen jedoch schnell überzeugen lassen, dass dieses Buch eine Lücke füllt und seinen Platz in vielen Bücherregalen verdient.
Trotz seiner relativen Kürze bietet es eine Fülle an Informationen. Diese reichen von relevanten Erkenntnissen auch aus dem Bereich Arbeitspsychologie über umfangreiche praktische Hinweise mit kompletten „Rezepten“, einer eingehenden Beschäftigung mit der Rolle des Facilitators bis hin zum Verweis auf weiterführende Themen.
In leicht verdaulicher Art und Weise bekommt der Leser Hilfe zur Selbsthilfe – er wird in die Lage versetzt, die im Buch enthaltenen sowie im Internet in schier unendlicher Fülle zu findenden Techniken und Praktiken zu erfolgreichen Retrospektiven zusammenzufügen.
Besonders hervorzuheben ist außerdem, dass es im Buch kaum konkrete Bezüge zur IT gibt. Damit ist es breit anwendbar von Teams aller Art, die sich in der Kunst der Reflexion und kontinuierlichen Verbesserung üben wollen.
Dieses Buch ist sehr gut für Einsteiger geeignet. Auch diejenigen, die schon häufiger Retrospektiven moderiert bzw. facilitiert haben, werden wertvolle Anregungen finden.
Besonders hervorzuheben ist das große Gewicht, dass der Autor auf zwischenmenschliche Themen legt. Dem Autor ist die Menschlichkeit in der täglichen (Wissens-)Arbeit ein großes Anliegen, und das spürt man beim Lesen des Buches. Schließlich ist nicht zuletzt ein sicherer Raum eine wesentliche Voraussetzung für gelungene Retrospektiven.
Durch die Lektüre dieses Buches profitieren Sie von den umfangreichen Erfahrungen des Autors und der Community und können so bereits im ersten Anlauf eine schöne Retrospektive mit Ihrem Team facilitieren.
Ich empfehle dieses Buch allen meinen Teams.

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Prädikat: empfehlenswert! 06.02.2015, Ralph Miarka

Mit dem Buch »Retrospektiven kurz und gut« schafft Rolf Dräther es, auf 170 kleinen Seiten viele wertvolle Informationen zum Moderieren von Retrospektiven zusammenzustellen. Viele Bilder und Tipps ermöglichen eine schnelle Orientierung.
Er ist sehr genau beim Beschreiben von Retrospektiven, die als Rezepte angeboten werden – mit allen Zutaten und der zeitlichen Abfolge. Gleich auf den ersten 15 Seiten erhalten Sie ein Rezept zum Nachmachen.
Die fünf Phasen von Derby & Larsen bieten einen Rahmen für die vorgestellten Retrospektiv-Formate. Das Buch zeichnet aus, dass Dräther sehr auf die Haltung des Moderators achtet. In einem eigenen Kapitel geht er auf Werte, Haltungen und Praktiken eines Moderators ein.
Aus meiner Sicht ist das Buch bisher einmalig. Es gibt weniger Retrospektiven-Formate und Übungen vor, dafür mehr Hintergrundwissen. Rolf Dräther erklärt eher die Gewürze als das Gericht. Ich glaube, dadurch können Moderatoren ihre eigenen Retrospektiv-Formate selbst entwickeln und ausprobieren.

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Uneingeschränkte Kaufempfehlung, 18.12.2014, mloeffer

Sie suchen nach einem schnellen Einstieg in das Thema Retrospektiven?
Dann sind sie mit diesem wundervollen Buch von Rolf Dräther gut beraten. Gleich im ersten Kapitel „Schnellstart“ kommt der Autor ohne Umschweife auf den Punkt und führt den Leser durch seine erste Retrospektive, inklusive Tipps und Tricks. Im weiteren Verlauf des Buchs wird dann das Handwerkszeug, das man zur Durchführung guter Retrospektiven braucht, näher erklärt.
Natürlich kann ein so kleines Buch nicht überall in die Tiefe gehen, aber überall wo das Sinn macht, wird auf weiterführende Literatur verwiesen.
Das Buch ist voll von wertvollen Tipps und Weisheiten zum Thema Retrospektive und enthält auch für erfahrene Facilitatoren den einen oder anderen Schatz. Kurzum, dieses Büchlein gehört in jeden Moderationskoffer und lädt immer wieder zum Schmökern ein. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.

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Inspirierend! Nicht nur für IT-ler!, 23.11.2014, KaKuSi

Als Moderator sind Retrospektiven oft gar nicht so einfach.  Durch die Lektüre des Buches habe ich einige Ideen bekommen, meine Kollegen zu überraschen. Vor allem die “Kochrezepte” sind toll!
Das Buch steckt voller interessanter Methoden und Techniken.
Sehr zu empfehlen sind auch die Kapitel zu den Werten, eigenen Haltungen und der Lösungsorientierung. Gerade diese sanften, nicht greifbaren Dinge sind es doch, die den kleinen Unterschied machen. Sogar meine Chorleiterin findet das Buch klasse. Es ist also nicht nur für Menschen in Scrum, Kanban oder anderen agilen Projekten hilfreich.
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